100 Jahre Kampf für Mieterrechte: Weltkonferenz der IUT

­­­MALMÖ/KOPENHAGEN, 7. Mai 2026

Die Internationale Mietervereinigung (IUT) freut sich, ihre 23. Weltkonferenz anzukündigen, die vom 7. bis 9. Mai 2026 in Malmö, Schweden, und Kopenhagen, Dänemark, stattfindet. Diese alle drei Jahre stattfindende Veranstaltung markiert einen historischen Meilenstein: das 100-jährige Jubiläum der weltweiten Bewegung der IUT für Mietersolidarität.

Die Konferenz bringt Mietervertreter, Forscher und politische Entscheidungsträger zusammen, um einen entscheidenden globalen Wandel anzugehen: die Behandlung von Wohnraum als Finanzware statt als Menschenrecht. Da mittlerweile 150 Millionen Europäer – ein Drittel aller Bürger – in Mietwohnungen leben, fordert die IUT dringende Maßnahmen gegen explodierende Energiekosten und unerschwingliche Mieten. Wie IUT-Präsidentin Marie Linder erklärte: „Dieses hundertjährige Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zum Feiern – es ist ein Aufruf, die Arbeit fortzusetzen. Wohnen wird immer noch als Ware behandelt, nicht als Menschenrecht.“

Die Wohnungskrise bis 2030 beseitigen

Auf der Konferenz wird die strategische Vision der IUT zur Bewältigung der Wohnungskrise vorgestellt, die sich dafür einsetzt, dass „Wohnen ein Grundrecht ist und nicht nur ein weiteres Instrument, mit dem die Reichen noch reicher werden“. EU-Wohnungsbaukommissar Dan Jørgensen fügte hinzu: „Ein Zuhause ist nicht nur vier Wände und ein Dach. Es ist ein Ort der Sicherheit und Wärme. Es ist der Ausgangspunkt für ein erfülltes Leben. Es ist an der Zeit, uns von der Logik zu lösen, wonach Wohnen nur eine weitere Ware ist. Wohnen ist ein Menschenrecht. Und in Europa ergreifen wir endlich konkrete Maßnahmen, um sicherzustellen, dass jeder einen Ort hat, den er sein Zuhause nennen kann.“

Dieser Fahrplan umfasst:

  • Wohnen als Grundrecht: Stärkung des Wohnens als Eckpfeiler von Würde und Fairness im Rahmen der Europäischen Säule sozialer Rechte, verbunden mit der Forderung nach verbindlichen Verpflichtungen zu Wohnsicherheit und stabilen Mietverträgen.
     
  • Eindämmung von Marktspekulationen: Einsatz für ein EU-weites Transparenzregister für Immobilientransaktionen und Vorschriften, um gewinnmaximierende internationale Fonds daran zu hindern, Wohnungen wie Aktien zu behandeln – damit Wohnen ein Recht bleibt und keine Ware.
     
  • Sozial gerechter Wandel & Bezahlbarkeit: Umsetzung des Prinzips der „Wohnkostenneutralität“, um sicherzustellen, dass energetische Sanierungen nicht zu Vertreibung oder „Renovictions“ führen, ergänzt durch Mietpreisobergrenzen und -stabilisierung, um Mieter vor galoppierender Inflation zu schützen.
     
  • Die 30-Prozent-Quote und Mieterdemokratie: Festlegung einer Mindestquote von 30 Prozent für sozialen, öffentlichen und bezahlbaren Wohnraum, um zu verhindern, dass Menschen aus ihren eigenen Stadtvierteln verdrängt werden, und um die formelle Anerkennung von Mieterverbänden als wesentliche Akteure in der Wohnungspolitik sicherzustellen.


Ein Vermächtnis der Solidarität: „Mieter vereinigt euch!“

Die IUT wurde 1926 als Internationale Mietervereinigung gegründet und setzt sich seit einem Jahrhundert für Wohndemokratie und sicheren Wohnrecht ein. Von ihren ursprünglichen Statuten bis hin zu ihrer heutigen Vertretung von 80 Verbänden in 52 Ländern kämpft die IUT weiterhin für eine Zukunft, in der Wohnraum für alle zugänglich und sicher ist.

Diese globale Notwendigkeit wird von Anacláudia Rossbach, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen und Exekutivdirektorin von UN-Habitat, bekräftigt, die erklärte: „Es gibt keinen Weg zu angemessenem Wohnraum für alle ohne angemessenen Mietwohnraum für alle. Wenn wir gemeinsam und entschlossen handeln, kann fairer, bezahlbarer und sicherer Mietwohnraum zu einem Eckpfeiler inklusiver und widerstandsfähiger Gesellschaften werden.“

Katrin Stjernfeldt Jammeh, Bürgermeisterin von Malmö, betonte die lokale Dringlichkeit: „Kommunalverwaltungen sind wichtige Partner bei der Bewältigung der Wohnungskrise – aber wir können das nicht alleine schaffen. Wenn wir bezahlbaren Wohnraum für alle sicherstellen wollen, müssen internationale und nationale Entscheidungsträger mit uns zusammenarbeiten. Städte und Regionen sind bereit, ihren Teil dazu beizutragen.“

Hochrangige Teilnehmer und Hauptredner

An der Konferenz werden hochrangige Vertreter der EU und der internationalen Führung teilnehmen.

  • Dan Jørgensen, EU-Kommissar für Energie und Wohnungswesen.
  • Katrin Stjernfeldt Jammeh, Bürgermeisterin von Malmö.
  • Anacláudia Rossbach, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen und Exekutivdirektorin von UN-Habitat.
  • Marie Linder, Präsidentin der IUT.
  • Line Barfod, Stadträtin für Klima, Umwelt und Stadtplanung, Kopenhagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Wir beraten unsere Mitglieder persönlich

Umfassende Prüfung
Wir prüfen, ob alle Kostenpositionen korrekt sind, die Heizkostenverordnung eingehalten wird und die CO₂-Kosten korrekt aufgeteilt wurden.
Rechtsberatung
Wir beraten Sie, welche Schritte Sie einleiten können, wenn die Abrechnung fehlerhaft ist, und unterstützen Sie beim Widerspruch.
Ihre Vorteile als Mitglied
Als Mitglied des Mietervereins erhalten Sie eine kostenlose und kompetente Rechtsberatung in allen Miet- und Wohnungsangelegenheiten. 

Öffnungszeiten

Unsere Geschäftsstelle ist geöffnet von Montag bis Freitag
09:00 Uhr - 12:00 Uhr
Montag, Mittwoch, Donnerstag
14:00 Uhr - 17:00 Uhr

Mieterverein Heidelberg und Umgebung e.V.
Poststr. 46
69115 Heidelberg
06221 20473
beratung@mieterverein-heidelberg.de 

Cookies

Copyright © 2025 Mieterverein Heidelberg und Umgebung e.V. Alle Rechte vorbehalten.
Klaus Flock Telefon: 06221 / 1878127
Telefon. Sprechstunde: Mittwoch 15:00-16:00 Uhr
Fällt am 13.05. und am 20.05. aus
Kristina Gellissen Telefon: 06221 / 1878123
Telefon. Sprechstunde: Montag 10:00-11:00 Uhr
Fällt am 30.03. aus
Simone Hartwig Telefon: 06221 / 1878118
Telefon. Sprechstunde: Freitag 11:00-12:00 Uhr
Fällt vom 15.05. bis 12.06. aus
Krystian Hipp Telefon: 06221 / 1878126
Telefon. Sprechstunde: Dienstag 12:00-13:00 Uhr
Fällt am 19.05. und am 26.05. aus
Malou Levedag Telefon: 06221 / 1878131
Telefon. Sprechstunde: Dienstags 11:00-12:00 Uhr
Fällt bis auf Weiteres aus
Aline Nowak Telefon: 06221 / 1878130
Telefon. Sprechstunde: Dienstag 09:00 - 10:00 Uhr
Fällt am 05.05. aus
Roland Obst Telefon: 06221 / 1878128
Telefon. Sprechstunde: Dienstag 13:00-14:00 Uhr
Fällt bis auf Weiteres aus
Eric Schuh Telefon: 06221 / 1878125
Telefon. Sprechstunde: Donnerstag 16:00-17:00 Uhr
Fällt am 21.05. aus
Sigrid Schwab Telefon: 06221 / 1878122
Telefon. Sprechstunde: Mittwoch 13:30-14:30 Uhr
Fällt am 28.01. aus
Despina Triantou Telefon: 06221 / 1878124
Telefon. Sprechstunde: Donnerstag 15:00-16:00 Uhr
Fällt am 28.05. aus
Fritz Vollrath Telefon: 06221 / 1878121
Telefon. Sprechstunde: Montag 14:00-15:00 Uhr
Fällt am 20.04. aus