Bilanz zur Mitmachaktion #besserwohnen von ARD und Mieterbund – Wohnungsfrage ist längst soziale Kernfrage unserer Zeit

(dmb) Zum Abschluss der bundesweiten ARD-Mitmachaktion #besserwohnen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) zieht der DMB Bilanz und sieht die Ergebnisse als deutlichen Weckruf für die Wohnungspolitik in Deutschland. Die Vielzahl an eingegangenen Erfahrungsberichten macht sichtbar, wie tiefgreifend die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt inzwischen sind – und wie unterschiedlich die Lebensrealitäten der Mieterinnen und Mieter ausfallen.
 
Seit Oktober 2025 hatten mehrere hundert Menschen aus ganz Deutschland die Möglichkeit genutzt, ihre persönliche Wohnsituation zu schildern. Die Beiträge reichen von stabilen und langfristig gesicherten Mietverhältnissen über pragmatische Lösungen im Alltag bis hin zu erheblichen Belastungen durch steigende Mieten, unsichere Perspektiven, beengte Wohnverhältnisse und Konflikte mit Vermietern und Vermieterinnen. Insgesamt entsteht ein differenziertes, aber in vielen Teilen auch alarmierendes Gesamtbild. „Die Mitmachaktion #besserwohnen liefert einen ehrlichen, unmittelbaren Einblick in die Wohnwirklichkeit der Menschen in Deutschland“, erklärt DMB-Präsidentin Melanie Weber Moritz. „Sie zeigt sehr deutlich: Für viele Haushalte ist bezahlbares Wohnen längst keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern eine tägliche Herausforderung.“
 
Besonders deutlich wird, dass sich die Probleme nicht mehr auf einzelne Ballungsräume beschränken. Vielmehr berichten Teilnehmende aus Städten ebenso wie aus ländlichen Regionen von steigenden Kosten, wachsendem Konkurrenzdruck auf dem Wohnungsmarkt und fehlenden Alternativen. „Die Rückmeldungen machen klar, dass wir es mit einem strukturellen Problem zu tun haben, das sich bundesweit über Jahre aufgebaut hat“, so Weber-Moritz weiter. „Wenn Menschen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für Miete aufbringen müssen, in beengten Wohnverhältnissen zurechtkommen müssen oder Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren, dann ist das eine soziale Frage von hoher Brisanz.“
 
Zugleich würdigt der Deutsche Mieterbund die Mitmachaktion als wichtigen Beitrag zur öffentlichen Diskussion. Die Aktion hat nicht nur Probleme sichtbar gemacht, sondern auch gezeigt, wie unterschiedlich Menschen mit den Herausforderungen umgehen – von gegenseitiger Unterstützung über kreative Wohnlösungen bis hin zu bewussten Einschränkungen im Alltag. Aus den Ergebnissen leitet der DMB einen klaren politischen Handlungsauftrag ab. Notwendig sind insbesondere die Regulierung der Miethöhen durch eine scharfe und bußgeldbewehrte Mietpreisbremse und die Ahndung von Mietwucher, umfangreiche Investitionen in den sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbau sowie langfristig angelegte Strategien zur Sicherung bezahlbaren Wohnraums. „Die Politik darf die Warnsignale und Hilferufe der Menschen nicht ignorieren“, betont Weber-Moritz. „Die Stimmen der Mieterinnen und Mieter sind eindeutig: Es braucht jetzt entschlossene Maßnahmen, um den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und soziale Verwerfungen zu verhindern.“
 

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Die ARD-Story „#besserwohnen – Wie können wir die Mietkrise stoppen?“ läuft am Dienstag, 31. März, um 22:50 Uhr im Ersten und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

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