Mieten explodieren, Angebot schrumpftMieterbund warnt vor sozialer Schieflage auf den Wohnungsmärkten

­­­Berlin, 19. Januar 2026

(dmb) Der Deutsche Mieterbund (DMB) warnt angesichts stark steigender Mieten und eines immer größeren Anteils befristeter und möblierter Mietangebote vor einer weiteren Verschärfung der Wohnungsnot in deutschen Städten. Aktuelle Zahlen des GREIX-Mietpreisindex zeigen, dass die Angebotsmieten im vierten Quartal 2025 bundesweit um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind – und damit doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung.

„Diese Entwicklung ist alarmierend und für Millionen Mieterinnen und Mieter schlicht nicht mehr zu bewältigen“, erklärt Melanie Weber-Moritz, Präsidentin des Deutschen Mieterbundes. „Wohnen wird immer schneller immer teurer, während gleichzeitig das Angebot an bezahlbaren Mietwohnungen und unbefristeten Mietverträgen schwindet.“

Besonders kritisch sieht der Mieterbund den stark wachsenden Anteil befristeter und möblierter Mietverträge. Bundesweit ist inzwischen mehr als jedes sechste Wohnungsinserat befristet oder möbliert, in Metropolen wie München sogar rund ein Drittel. „Befristete und möblierte Wohnungen sind häufig nichts anderes als ein Instrument zur Umgehung des Mieterschutzes“, so Weber-Moritz. „Hier werden überhöhte Preise verlangt und der Kündigungsschutz ausgehebelt, alles auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter, die auf den überhitzten Mietmärkten oft keine andere Möglichkeit haben also solche Angebote anzunehmen.“

Die Lage ist vor allem in den Großstädten angespannt. In München liegt die durchschnittliche Angebotsmiete inzwischen bei über 23 Euro pro Quadratmeter, auch Frankfurt, Hamburg und Köln verzeichnen deutliche Mietpreisanstiege. Gleichzeitig ist die Zahl der Mietinserate im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gesunken, langfristig sogar um rund 20 Prozent. „Wer heute eine Wohnung sucht, braucht nicht nur Geduld, sondern auch ein hohes Einkommen“, sagt Weber-Moritz. „Geringverdienende, Auszubildende, Seniorinnen und Senioren, Studierende und Familien werden aus den Städten verdrängt. Das ist sozialpolitisch hochproblematisch und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Der Deutsche Mieterbund fordert die Bundesregierung daher auf, rasch gegenzusteuern. Notwendig seien unter anderem eine wirksame Verschärfung und Bußgeldbewehrung der Mietpreisbremse, die Ahndung von Mietwucher, klare gesetzliche Einschränkungen für befristete und möblierte Vermietungen sowie ein deutlich beschleunigter Neubau bezahlbarer Mietwohnungen und Sozialwohnungen.

„Der Wohnungsmarkt darf nicht länger den Renditeinteressen weniger überlassen werden“, betont Weber-Moritz. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis – und bezahlbarer Wohnraum muss endlich wieder oberste Priorität der Politik werden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Wir beraten unsere Mitglieder persönlich

Umfassende Prüfung
Wir prüfen, ob alle Kostenpositionen korrekt sind, die Heizkostenverordnung eingehalten wird und die CO₂-Kosten korrekt aufgeteilt wurden.
Rechtsberatung
Wir beraten Sie, welche Schritte Sie einleiten können, wenn die Abrechnung fehlerhaft ist, und unterstützen Sie beim Widerspruch.
Ihre Vorteile als Mitglied
Als Mitglied des Mietervereins erhalten Sie eine kostenlose und kompetente Rechtsberatung in allen Miet- und Wohnungsangelegenheiten. 

Öffnungszeiten

Unsere Geschäftsstelle ist geöffnet von Montag bis Freitag
09:00 Uhr - 12:00 Uhr
Montag, Mittwoch, Donnerstag
14:00 Uhr - 17:00 Uhr

Mieterverein Heidelberg und Umgebung e.V.
Poststr. 46
69115 Heidelberg
06221 20473
beratung@mieterverein-heidelberg.de 

Cookies

Copyright © 2025 Mieterverein Heidelberg und Umgebung e.V. Alle Rechte vorbehalten.

Hinweis zur Terminvergabe

Aufgrund eines aktuellen Personalmangels in der Rechtsberatung können wir derzeit leider keine kurzen Terminwartezeiten gewährleisten. Die Nachfrage nach Beratung ist weiterhin sehr hoch.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, neue Beraterinnen und Berater zu gewinnen, um unser Angebot schnellstmöglich wieder auszuweiten.

Bis dahin kann es notwendig sein, die vorhandenen Beratungstermine besonders gezielt und fair zu verteilen. Das bedeutet:
Nicht alle Mitglieder können unmittelbar oder mehrfach hintereinander einen Termin erhalten.

Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis. Unser Ziel bleibt eine qualitativ gute, verlässliche und solidarische Beratung für alle Mitglieder.

Vielen Dank für Ihre Geduld.
Klaus Flock Telefon: 06221 / 1878127
Telefon. Sprechstunde: Mittwoch 15:00-16:00 Uhr
Fällt am 08.04. aus
Kristina Gellissen Telefon: 06221 / 1878123
Telefon. Sprechstunde: Montag 10:00-11:00 Uhr
Fällt am 30.03. aus
Simone Hartwig Telefon: 06221 / 1878118
Telefon. Sprechstunde: Freitag 11:00-12:00 Uhr
Fällt am 03.04. und am 10.04. aus
Krystian Hipp Telefon: 06221 / 1878126
Telefon. Sprechstunde: Dienstag 12:00-13:00 Uhr
Fällt am 21.04. aus, RA Eric Schuh übernimmt die tel. Sprechstunde
Malou Levedag Telefon: 06221 / 1878131
Telefon. Sprechstunde: Dienstags 11:00-12:00 Uhr
Fällt bis auf Weiteres aus
Aline Nowak Telefon: 06221 / 1878130
Telefon. Sprechstunde: Dienstag 09:00 - 10:00 Uhr
Fällt am 07.04. aus
Roland Obst Telefon: 06221 / 1878128
Telefon. Sprechstunde: Dienstag 13:00-14:00 Uhr
Fällt am 28.04. aus
Eric Schuh Telefon: 06221 / 1878125
Telefon. Sprechstunde: Donnerstag 16:00-17:00 Uhr
Fällt am 23.04. aus, RA Krystian Hipp übernimmt die tel. Sprechstunde
Sigrid Schwab Telefon: 06221 / 1878122
Telefon. Sprechstunde: Mittwoch 13:30-14:30 Uhr
Fällt am 28.01. aus
Despina Triantou Telefon: 06221 / 1878124
Telefon. Sprechstunde: Donnerstag 15:00-16:00 Uhr
Fällt am 23.04. aus
Fritz Vollrath Telefon: 06221 / 1878121
Telefon. Sprechstunde: Montag 14:00-15:00 Uhr
Fällt am 20.04. aus